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Schikanen mit Nervenkitzel beim Off Road-Team Grabfeld 09.05.2014

09.05.2014 00:00 Uhr, Werra-Grabfeld

SCHIKANEN MIT NERVENKITZEL BEIM OFFROAD-TEAM
Das Offroad-Team Grabfeld richtet am Samstag auf einem Parcour im Industriegebiet Thüringer Tor bei Queienfeld einen Lauf des Mitteldeutschen Offroad-Cups aus. Am Sonntag ist großer Familientag.
Grabfeld-Queienfeld - Auf spektakuläre Motorsport-Szenen dürfen sich alle Besucher am Wochenende im Industriegebiet Thüringer Tor (ITT) bei Queienfeld freuen. Das Offroad-Team Grabfeld richtet wieder einen Lauf des Mitteldeutschen Cups (MD-Cup) für geländegängige Fahrzeuge aus. Der Eintritt zu den Veranstaltungen an beiden Tagen ist frei. Der Parcour ist vorbereitet für die doch ein wenig motorsportverrückten Teilnehmer. Schlammlöcher, extreme Steigungen und Abfahrten müssen sie in den abgesteckten Sektionen meistern. Es geht nicht um Schnelligkeit und Zeit, viel Fingerspitzengefühl beim Gasgeben und Lenken ist gefragt. Ohne Strafpunkte kommt in der Regel kein einziger Fahrer durch den Parcour. Sieger gibt es dennoch - die Offroader mit den wenigsten Strafpunkten platzieren sich auf den vorderen Rängen bei dem atemberaubenden Rennen. Beim MD-Cup müssen die Fahrer in den acht abgesteckten "normalen Sektionen" jeweils zehn Tore mit einer Breite von nur 2,20 Metern durchfahren - sie sollten dabei die gesteckten Torstangen möglichst nicht berühren, da eine weitere Schikane lauert. Auf den Stangen liegen kleine Kugeln. Bei Kontakt des Fahrzeugs mit der Torbegrenzung fallen die Kugeln herunter. Die Folge sind 20 Strafpunkte. Wird eine Torstange umgefahren, gibt es 40 Strafpunkte. Das Auslassen eines Tores bringt sogar 80 negative Zähler, die in die Gesamtwertung einfließen.

 

Das Durchfahren der Tore klingt im ersten Moment vielleicht simpel. Nicht aber, wenn man weiß, dass die Jeeps bis zu zwei Metern breit sind und die Tore nicht etwa auf ebenerdiger Piste gesteckt sind. An Steilhängen, nach Wasserlöchern oder in extremen Radien und in beachtlicher Schräglage des Fahrzeugs müssen die Tore durchfahren werden. Auch das Steckenbleiben in einem Wasserloch oder ein anderweitig bedingter Ausfall bleibt nicht ohne Folgen. Fremde Hilfe dürfen die Fahrer beim Offroad-Cup nicht in Anspruch nehmen. Alle in der Sektion nicht durchfahrenen Tore, werden mit je 80 Punkten bestraft. Auch Rückwärtsfahren, um eine bessere Anfahrt zum Tor zu haben, kann das Aus bedeuten. Nach drei Rangiervorgängen ist für den Fahrer diese Sektion des Parcours zwangsweise beendet und geht entsprechend in die Wertung ein. Acht Sektionen plus zwei weitere für die Offroader mit Prototypen sind abgesteckt und zu durchfahren. Jeder Fahrer kann selbst entscheiden, wann er die einzelnen Sektionen, acht sind es an Zahl, bestmöglichst absolviert. Die Witterung, aber auch wie viele Offroader mit ihren Jeeps schon vor ihm, beispielsweise das Schlammloch durchwühlt haben, sind zu berücksichtigen. "Das Offroad-Fahren hat einen ganz besonderen Reiz. Ich kann mich und mein Fahrzeug dabei austesten. Ich kann danach beurteilen, wie weit ich gehen kann. Es ist viel Kopfsache - der Erfolg hängt von richtigen Entscheidungen ab", ist sich Jens Fleischhauser sicher, der nach einem unverschuldeten Unfall seit 2005 im Rollstuhl sitzt und dennoch nicht von dem anspruchvollen Offroad-Hobby lassen kann. Regelmäßig fährt er mit seinem Wrangler-Jeep Offroad-Rennen. Vor zwei Wochen belegte er in Dietzhausen unter den Teilnehmern in der Klasse IV den vierten Platz. Weitere Mitstreiter vom Offroad Team Grabfeld können mit den Ergebnissen auch zufrieden sein. Pierre Bohlig aus Obendorf kam in Klasse II auf den sechsten Platz. René Meinunger aus Meiningen erreichte in der Klasse III ebenfalls Platz sechs. In der Klasse V errang Sebastian Franz aus Wölfershausen den fünften Platz. In der Klasse VI belegten Andreas Pfister aus Nordheim den dritten und Steven Wenzel aus Jüchsen den vierten Platz. In der Klasse der selbstgebauten Prototypen mit lenkbarer Hinterachse konnte sich Christoph Franz gegen die Konkurrenz durchsetzen - Platz 1 war der Lohn für die gelungene Fahrt bei den Offroadern in Dietzhausen.

Die Offroader fahren in sieben Klassen, nach Fahrzeuggröße gestaffelt. Der Suzuki LJ 80 ist eines der kleineren Fahrzeuge, die in Klasse I an den Start gehen. Von Suzuki 4/10 (Klasse II), Samurai und Daihatsu (Klasse III), Wrangler Jeep und Pajero (Klasse IV), Mercedes G und Nissan Patrol (Klasse V) sind die "normalen" aber dennoch modifizierten Fahrzeuge, die bei Offroad-Meisterschaften an den Start gehen. Echte Hingucker sind die selbstkonstruierten Prototypen, die in den Klassen VI (ohne Hinterachsenlenkung) und VII (mit zusätzlicher Hinterachsenlenkung) auf die Strecke gehen. Kurzfristige Anmeldungen von Offroadern sind noch am Samstag, 10. Mai, ab 8.30 Uhr möglich. Die Fahrzeuge müssen einen Überrollbügel haben. Helm und Gurt sind Pflicht. Das Losfahren ohne Helm oder Gurt wird sofort mit 900 Negativpunkten bestraft. Erstmals fahren auch Quads in dem Parcour mit.


Programm im Überblick
Samstag, 10. Mai
ab 8.30 Uhr Anmeldung der Teilnehmer.
10 Uhr Start MD-Cup.
Fahren für jedermann in Einsteigersektionen mit dem eigenem Fahrzeug.
Quad-Verleih für Kinder.
Probefahrten mit VW Amarok im Gelände.
Ganztägig Festzeltbetrieb - für Verpflegung ist bestens gesorgt.
Gegen 21 Uhr Siegerehrung des MD-Cup im Festzelt mit anschließender Aftershowparty.
Sonntag, 11. Mai
ab 10 Uhr Festzeltbetrieb mit Familienrahmenprogramm.
Fahren für jedermann mit dem eigenen Fahrzeug.
Quad-Verleih für Kinder.
Probefahrten mit VW Amarok.
Demonstrations-Rallye.
Mitfahrmöglichkeit in einem Offroad-Fahrzeug.

Quelle: www.insuedthueringen.de
Autor: Von Dietrich Bechstein
Artikel: http://www.insuedthueringen.de/lokal/meiningen/werra-grabfeld/Schikanen-mit-
Nervenkitzel-beim-Offroad-Team;art83441,3326787