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Spielplatz für harte Männer 13.05.2014

13.05.2014 00:00 Uhr, Werra-Grabfeld


Motorsport
SPIELPLATZ FÜR HARTE MÄNNER
Zu einem Jeep Trial hatte das Off Road Team Grabfeld am Samstag die Motorsportfreunde auf das Gelände im Ortsteil Queienfeld eingeladen.
Grabfeld-Queienfeld - "Alles bestens gelaufen", freute sich Torsten Krieg, als der letzte Fahrer über die anspruchsvolle Strecke gegangen war und alle Starts reibungslos geklappt hatten. Vor allem war der Vereinsvorsitzende vom Off Road-Team Grabfeld glücklich darüber, dass es zu keinem Unfall gekommen ist, alle gesund aus ihren Autos gestiegen waren. Egal, ob sie die Strecke nun mit möglichst wenigen Fehlerpunkten absolviert hatten oder auch aus der Wertung gefallen waren, weil sie sich an irgendeinem Hinderniss festgefahren hatten.

Die anspruchsvolle Strecke hatte sich den ganzen Samstag lang bei besten Bedingungen präsentiert. Erst am späten Nachmittag hatte ein Regenguss auch die bislang trockenen Strecken zu einer ungewollten Rutschpartie werden lassen. Doch auch das war für die meisten Fahrer kein Problem. Eine Premiere hatte es bei diesem Wettkampf gegeben - erstmals durften neben den Jeeps auch die immer mehr in Mode kommenden Quads an den Start gehen, so dass durch die rund 45 Starts ein abwechslungsreiches Programm geboten werden konnte. Nicht nur die Aktiven, die aus mehreren Bundesländern hierher ins Grabfeld gekommen waren, bevölkerten das Gelände. Vom Motorsport begeisterte Besucher waren ganz in Familie gekommen, Kinder wie Erwachsene ließen sich von den Fahrkünsten der Piloten am Lenkrad begeistern.



Zweimal im Jahr laden die 20 Aktiven vom Off Road Team Grabfeld um Torsten Krieg zu einem Wettkampf ein. Seit dem Jahr 2001 gibt es den Motorsportclub im Grabfeld, seit 2004 lädt er jährlich selbst zu den von ihnen organisierten Wettkämpfen ein, also nun schon seit elf Jahren. "Einmal führen wir eine Trophy durch, das andere einen Jeep Trial", sagt Torsten Krieg. Und erklärt denen, die nicht so kundig sind in den Disziplinen des Motorsports, bereitwillig den Unterschied der beiden Wettkampfarten. "Bei der Trophy treten immer zwei Fahrzeuge mit je einem Fahrer und einem Beifahrer als Team an. Sie dürfen sich gegenseitig helfen, dürfen sich mit einer Seilwinde aus dem Schlamm ziehen, wenn sich eines der Fahrzeuge festgefahren hat. Am Ende müssen beide Fahrzeuge alle Hindernisse gemeistert haben und beide das Ziel durchfahren, in einer möglichst guten Zeit." Das Trial sei dagegen eher mit dem Slalom im alpinen Skisport zu vergleichen. Jeder startet für sich allein, muss die Hindernisse so durchfahren, dass er möglichst keine Berührung mit den aufgestellten Stangen oder Toren hat. Die Zeit ist dabei nicht ausschlaggebend, doch für jede Berührung gibt es Strafpunkte. Hier steht die Geschicklichkeit der Fahrer weit mehr im Blickpunkt. Hilfe ist nicht erlaubt - wer sich in einem Hinderniss festgefahren hat, muss sich zwar auch abschleppen lassen, aber nur um die Strecke wieder freizumachen. Er ist aus der Wertung gefallen, und kann nur zuschauen, wie die anderen den Sieg in den sieben verschiedenen Klassen unter sich ausmachen.

Warum tut sich das einer an, mit voller Absicht in Schlammkuhlen oder Wasserlöcher zu fahren, um die ein "normaler" Fahrer mit seinem Pkw einen Bogen machen würde? Die Herausforderung anzunehmen und Grenzen auszutesten, die eigenen und die des eigenen Fahrzeugs sind wohl die Beweggründe der meisten Fahrer. Kostproben ihres Könnens konnten die Zuschauer am Wochenende zuhauf sehen. Am 23. August wird es an gleicher Stelle wieder eine Trophy geben. Den Termin sollten sich die am Motorsport Interessierten schon einmal vormerken. Dank gelte wie bei jedem Wettkampf, so Torsten Krieg, den zahlreichen Helfern an der Strecke oder bei der Versorgung. Würden da nicht die Eltern oder Freunde der Aktiven tatkräftig mit zupacken, wäre ein Wettkampf dieser Größenordnung absolut nicht denkbar.

 

Quelle: www.insuedthueringen.de
Autor: Wolfgang Swietek